Steiermark ist Schlusslicht beim erneuerbaren Anteil am Stromverbrauch

Windkraft bietet positive Chancen für Klimaschutz, Wirtschaft und Arbeitsplätze

© ÖBf-Archiv/R. Leitner
 © ÖBf-Archiv/R. Leitner

St. Pölten, am 22.6.2020: Mit einem Anteil von 49 Prozent erneuerbarer Energie am Stromverbrauch nimmt die Steiermark lediglich vor Wien den unrühmlichen vorletzten Platz im Bundeslandranking ein. Extreme Steigerungen beim Nettostromimport und Energieverbrauch zeigen darüber hinaus deutliche Handlungsnotwendigkeiten auf. Obwohl der Windkraftausbau in den nächsten Jahren fortgeführt werden kann, ist die Ausbaugeschwindigkeit deutlich zu niedrig und weit von der Klimaneutralität entfernt. „In Zukunft müssen sowohl die Ziele, als auch die Ausbaugeschwindigkeit bei allen erneuerbaren Energien deutlich erhöht werden“, fordert Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: „Andernfalls können die erneuerbaren Energien weder die Klimakrise bekämpfen, noch die im Moment so nötigen Arbeitsplätze und Investitionen schaffen.“

Im Bundesländervergleich belegt die Steiermark mit 49 Prozent erneuerbarer Energie am Stromverbrauch den vorletzten Platz. Für ganz Österreich liegt der Anteil bei 73 Prozent, also ganze 24 Prozentpunkte höher. Seit 1999 ist auch der Nettostromimport in die Steiermark um das Eineinhalbfache gestiegen und liegt bereits bei 27 Prozent vom Stromverbrauch. Im selben Zeitraum ist auch der Stromverbrauch um 29 Prozent regelrecht explodiert. „Für die Energiewende und die zu erreichende Klimaneutralität bis 2040 gilt es diesen Rückstand rasch aufzuholen“, bemerkt Moidl: „Die Steiermark ist reich an Potential von erneuerbaren Energien. Diese müssen nun auch genutzt werden.“

Steigerung der Windstrommenge um 50 Prozent

Durch die Ökostromnovelle vom Herbst 2019 erhielten nun bereits bewilligte Projekte die Möglichkeit ihre Windkraftanlagen in den nächsten Jahren auch zu errichten. Die Windstrommenge in der Steiermark wird so bis 2024 um 50 Prozent gesteigert werden. Damit wird die Windkraft 750 Personen auf den Windkraftbaustellen beschäftigen und weitere 70 Dauerarbeitsplätze durch Wartung und Betrieb der Anlagen schaffen. Die Novellierung des steirischen Sachprogramms Wind letzten Jahres hat die Basis für die zusätzliche Entwicklung neuer Projekte mit einer Leistung von rund 200 MW gebracht. „Damit fehlen rund 200 weitere Windräder, um das Ziel von 1000 MW Windkraftleistung bis 2030 erreichen zu können, das in der steirischen Klima-und Energiestrategie 2030 verankert ist“, erklärt Moidl: „Es kommen strengere Vorgaben auf EU Ebene für den Klimaschutz und die Bundesregierung hat das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 gesetzt. Die Steiermark muss die positiven Chancen dieser kommenden Entwicklung für mehr Klimaschutz und Erneuerbare Energien für ihr Bundesland aktiv nutzen“

Hohe Zustimmung der steirischen Bevölkerung

Die Bevölkerung steht nach wie vor sehr deutlich hinter der Windenergie. In einer Meinungsumfrage von 2019 vom renommierten Institut für statistische Analysen Jaksch und Partner GmbH befürworteten 86 Prozent der steirischen Bevölkerung den Ausbau der Windkraft in der Steiermark. „Dies zeigt, dass die Bevölkerung der Politik schon einiges voraushat und offensiv den Ausbau der erneuerbaren Energien wünscht“, so Moidl.

Rückfragehinweis

Mag. Martin Jaksch-Fliegenschnee
Mobil: +43 660 20 50 755
m.fliegenschnee@igwindkraft.at

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