Windrad-Counter Austria: 1447 Windräder | 4221 MW | 2.7 Mio Haushalte versorgt | 20.683 GWh gestern produziert

Biobauernfamilie mit Windrad auf Feld im Windpark
Niederösterreich, Heimat sicherer Energie

Kampagne im Windkraft-Pionierland zeigt Menschen aus Niederösterreich, die stolz auf ihre Power sind.

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Windkraft ist eine Erfolgsgeschichte in blau-gelb.

Ein Erfolg, der seit dem ersten Windrad, das 1994 in Wagram an der Donau errichtet worden ist, immer mehr Menschen mit auf den Weg nimmt. Im Oktober startete das nächste Kapitel dieser Geschichte: Mit einer bundeslandweiten Kampagne rückt die „Windkraft Österreich“ Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in den Mittelpunkt, die stolz auf ihre Power sind und ihre ganz eigenen Erlebnisse mit dem Wind haben.

„Die Windkraft in Niederösterreich ist ein Erfolg, der sich klar beziffern lässt: Rund 3.500 Arbeitsplätze und 840 Millionen Euro an Wertschöpfung bringt die Windkraft den Menschen in Niederösterreich. Das sind Löhne, das sind Aufträge an Baufirmen, Elektriker:innen, Kranfahrer:innen, Transportunternehmen – das sind Gewinne heimischer Betriebe. Geld, das in Niederösterreich verdient und in Niederösterreich ausgegeben wird“, sagt Josef Plank, Präsident der Windkraft Österreich und ehemaliger nö. Landesrat, „mit dieser Kampagne wollen wir all diesen unermüdlichen Menschen ‚Danke‘ sagen. Danke für eure Power.“

Blasmusikkapelle im Windpark

Energiekrisen blasen wir den Marsch.

Christoph ist Kapellmeister. Gibt es ein Windrad zu feiern, macht er die Musik dazu. Warum? Kein Krieg, kein Preisschock auf dem Rohstoffmarkt kann den Wind verteuern. Das ist echte Unabhängigkeit.

Preise stabil, wie unsere Gemeinschaft.

Helmut ist Bürgermeister. Seine Heimat war einmal Erdölgemeinde. „Das war mit viel Schmutz verbunden. Mit den Windrädern kam für uns die Erlösung. Jetzt haben wir saubere, naturschonende Energie.“

Bürgermeister mit Menschen beim Heurigen im Windpark

Menschen der Kampagne

Bürgermeister mit Bürger:innen im Weingarten vor Windrad

Helmut Arzt ist Bürgermeister der Großgemeinde Hauskirchen, Prinzendorf, Rannersdorf im Weinviertel. Seine Heimatgemeinde, in der er geboren und aufgewachsen ist, und seine Familie gegründet hat, war einmal eine große Erdöl-Gemeinde. „Bei uns sind unsinnig viele Bohr- und Fördertürme gestanden. Das war mit sehr viel Schmutz verbunden“, erinnert sich Arzt. „Vor circa 30 Jahren kam mit den Windrädern eigentlich die Erlösung. Die Bohrtürme sind verschwunden. Jetzt haben wir saubere Energie, naturschonende Energie. Das ist uns als Gemeinde sehr wichtig.“ Mit den Einnahmen aus der Windkraft finanziert die Gemeinde Infrastrukturprojekte, die sie sich sonst nicht leisten könnte.

Niederösterreichische Betriebe bei Windrad

Winzerin Anna Faber, die Biobäcker Nina und Marcus Kürrer, Gottfried Stark vom Entsorgungsunternehmen „Sauber & Stark“, IT-Dienstleister Norbert Lang und Autohausbetreiberin Doris Wenko (v.li.n.re) – sie alle sind erfolgreiche niederösterreichische Unternehmer:innen. Sie unterstützen die Windkraft und profitieren direkt oder indirekt von „ihren“ Windrädern. Mit knapp 500 Millionen Euro Bruttowertschöpfung stärkt die Windkraft heimische Betriebe und schafft aktiv Arbeitsplätze. All das fördert das Wirtschaftswachstum im größten Bundesland.

Musiker:innen einer Niederösterreichischen Musikapelle geht durchs Feld vor Windrad

Christoph Meissl ist Kapellmeister mit Leib und Seele (auf dem Bild mit Nichte Vanessa). Wird ein neues Windrad eröffnet oder ein Windfest gefeiert, ist die Musikkapelle Ernstbrunn (Bezirk Korneuburg) zur Stelle. Zu feiern gibt es Unabhängigkeit. Als Russland 2022 die Gaslieferungen drosselte, explodierten die Energiepreise. Europa zahlte in den ersten 44 Tagen des Konflikts allein 22 Milliarden Euro mehr für Energieimporte – nicht weil mehr Energie verbraucht wurde, sondern weil die Preise gestiegen sind. Öl und Gas sind zur Waffe geworden. Allerdings: Kein Krieg, kein Kartell, kein Preisschock auf dem Rohstoffmarkt kann den Wind verteuern. Straße von Hormus? Die ist einem Windrad egal.

Biobauernfamilie mit Windrad auf Feld im Windpark

Thomas und Catherine Metzker betreiben ihren Biohof in Pachfurth (Bezirk Bruck/Leitha). Auf rund 250 ha bewirtschaftet das Power-Couple Ackerkulturen wie beispielsweise Sojabohnen, Mais zur Stärkegewinnung, verschiedene Getreidesorten und Linsen.

„Die Windräder auf unseren Feldern gehören zur Familie Metzker dazu. Die Kinder sind damit aufgewachsen und finden sie toll, wir haben saubere Energie für unsere Landwirtschaft, und Wind zählt einfach zu den günstigsten Formen der Stromerzeugung“, erzählt Thomas.

Zwei Kinder schlagen ein Rad auf Wiese vor einem Windrad

Radschlagende Kids bringen auf den Punkt, was Windkraft von fossiler Energie unterscheidet: Wind ist keine Ressource, die man verbraucht, sondern eine, die immer wieder nachkommt. Er entsteht Tag für Tag neu. Öl und Gas dagegen sind Lagerstätten, die über Jahrmillionen entstanden sind und in wenigen Generationen aufgebraucht sein werden – und die wir zum größten Teil teuer aus dem Ausland zukaufen müssen, zu Preisen, die andere bestimmen. Mit erneuerbaren Energien geht Niederösterreich die Energie nie aus. Windkraft ist eine Energiequelle, die vor Ort entsteht, und deren Wertschöpfung in der Region bleibt.

Bürgermeister mit Jugendlichen im Windpark Niederösterreich

In Zeiten maroder Gemeindefinanzen kann Bürgermeister Albert Mayer optimistisch über Rohrau (Bezirk Bruck/Leitha) und dessen Zukunft sprechen:

„Ich bewundere, was wir gemeinsam geschafft haben. Wir sind eine kleine Gemeinde und haben auch nicht den Anspruch, groß zu werden. Aber wir haben ein sehr stabiles Fundament, auf das wir bauen können.“ Rohrau ist eine Windgemeinde und profitiert zweifach von der Windkraft: Zum einen bezieht Rohrau sauberen Strom, zum anderen profitiert die Gemeinde auch finanziell. „Durch die Windkraft haben wir die Möglichkeit bekommen, in gewisse infrastrukturelle Maßnahmen zu investieren. Im vorigen Jahr haben wir damit unsere Volksschule zu- und umbauen können.“

Vom ersten Windrad bis zur Energie für 1,8 Millionen Haushalte

Niederösterreich ist das Windkraft-Pionierland Österreichs. Hier wurde 1994 das erste Windrad des Landes errichtet. Heute liefern 860 Windräder Strom für 1,8 Millionen Haushalte.

Alles begann mit einer mutigen Idee

„Ich möchte so wie in Dänemark und in Deutschland hier die Windkraft zum Durchbruch bringen.“

Das dachte sich der Versicherungskaufmann Gerhard Kern im Jahr 1994. Auf eigene Kosten und eigenes Risiko errichtete er in Wagram an der Donau (Marchfeld) die erste Windkraftanlage Niederösterreichs.

Seine Investition: 4,5 Millionen Schilling.

Das Windrad versorgte damals rund 70 Haushalte mit sauberem Strom.

Heute schafft eine moderne Windkraftanlage deutlich mehr: Sie produziert Strom für rund 5.200 Haushalte.

Windkraft hat sich rasant entwickelt

In den vergangenen fünfzehn Jahren hat Niederösterreich seine Windkraft deutlich ausgebaut:

  • 860 Windräder sind heute (mit einer Gesamtleistung von 2.460 MW) in Betrieb.

  • Die Zahl der Windräder hat sich verdoppelt.

  • Die installierte Leistung wurde vervierfacht.

  • Die erzeugte Windstrommenge hat sich sogar verfünffacht.

  • Diese Windkraftanlagen liefern 6,4 Mrd. kWh sauberen regionalen Strom, das ist so viel, wie 1,8 Mio. Haushalte jährlich verbrauchen.

  • Heute stammen mehr als 40 Prozent des jährlichen Gesamtstrombedarfs in Niederösterreich aus Windkraft.

Damit ist Niederösterreich heute nicht nur Pionier, sondern ein echtes Windkraftland.

Windkraft schafft regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze

Windkraft liefert nicht nur sauberen Strom. Sie stärkt auch die regionale Wirtschaft.

Jährlich entstehen durch die Windkraft in Niederösterreich rund 840 Millionen Euro an Bruttowertschöpfung. Die Investitionen durch die Windkraft in Niederösterreich beläuft sich in den letzten 15 Jahren auf rund 3,2 Milliarden Euro – jährlich über 210 Mio. Euro.

Und: Die Windkraftbranche schafft Arbeitsplätze. Mehr als 3.500 Menschen sind in Niederösterreich in diesem Bereich (inkl. Zulieferer) beschäftigt.

Von einem mutigen Pionier mit einem Windrad für 70 Haushalte zu 860 Windrädern für 1,8 Millionen Haushalte: Niederösterreich zeigt seit mehr als 30 Jahren, was Windkraft bewegen kann.

Biobauernfamilie am Feld mit Windrad und Maschine

Danke für eure Power.

Auf ihrem Biohof bauen Thomas und Catherine Sojabohnen, Getreide und Linsen an. Die Windräder auf den Feldern gehören zu ihrem Leben dazu: „Der Wind produziert sauberen, sicheren Strom für Generationen.“

Sichere Energie für Generationen.

Albert ist Bürgermeister. Seine Gemeinde profitiert doppelt von der Windkraft. „Wir beziehen sauberen Strom. Und mit den Einnahmen aus der Windkraft konnten wir voriges Jahr unsere Volksschule erneuern.“

Bürgermeister geht mit Jugendlichen in Windpark

Sicherheit als Erfolgsfaktor

Doch Sicherheit bedeutet nicht nur finanzielle Sicherheit. Sicher ist nur jene Energieform, die niemandem gehört, und die niemand abdrehen kann. Österreich importiert heute noch Gas und Öl aus dem Ausland – oft aus politisch instabilen Regionen oder von Ländern, die Energie als politisches Druckmittel einsetzen. Im Schnitt fließen dafür jährlich 14 Milliarden Euro Steuergeld ins Ausland (2022 sogar 27 Mrd. Euro), dieses Geld wäre bei uns besser investiert.

„Windkraft kehrt dieses Verhältnis um. Wind weht in Niederösterreich. Er gehört niemandem und kann von niemandem abgedreht werden. Und mit rund 2.500 MW Windkraft-Gesamtleistung, kann sich Niederösterreich getrost als ‚Heimat sicherer Energie‘ bezeichnen“,

betont Windkraft-Geschäftsführer Florian Maringer.

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Regionalität bedeutet für mich…

Christoph Meißl Kapellmeister aus Ernstbrunn, Niederösterreich erzählt warum Niederösterreich ein Land der Windenergie ist. Niederösterreich, Heimat sicherer Energie.

Regionale Betriebe gehen in Windpark

Rückenwind für unsere Betriebe.

Winzer, Bäcker, Kfz-Mechaniker, IT und Entsorgung: Windkraft produziert nicht nur sauberen Strom, sondern stärkt unsere Betriebe, schafft Arbeitsplätze und fördert das Wirtschaftswachstum in unserer Heimat.

Uns geht die Energie nie aus.

Windkraft ist Energie, die in Niederösterreich entsteht, und deren Wertschöpfung hierbleibt. Wind geht nie aus. Öl und Gas dagegen sind in wenigen Generationen aufgebraucht und werden teuer aus dem Ausland zugekauft.

Kinder schlagen Rad im Windpark