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ElWG

Stellungnahme der IG Windkraft zu den Verteilnetzentwicklungsplänen der Verteilernetzbetreiber

11.08.2026

Die IG Windkraft hat im Rahmen der Konsultation zu den Verteilnetzentwicklungsplänen (VNEP) der österreichischen Verteilernetzbetreiber eine umfassende Stellungnahme eingebracht. Die Netzentwicklungspläne sind ein zentrales Instrument für die Umsetzung des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) und schaffen die Grundlage für einen rechtzeitigen und bedarfsgerechten Ausbau der Stromnetze. Damit kommt ihnen eine entscheidende Rolle für das Erreichen der Energie- und Klimaziele sowie für den weiteren Ausbau der Windenergie zu. 

Aus Sicht der IG Windkraft orientieren sich die vorliegenden Netzentwicklungspläne vielfach noch zu wenig an den langfristigen Ausbauzielen der erneuerbaren Energien. Statt einer vorausschauenden Planung reagieren sie häufig erst auf bestehende Netzanschlussanfragen. Notwendig ist jedoch eine Netzplanung, die sich konsequent an den Windenergiepotenzialen, den Raumordnungszielen der Bundesländer und den energiepolitischen Zielsetzungen bis 2040 orientiert. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Stellungnahme ist die Verbesserung der Transparenz. Projektentwickler benötigen nachvollziehbare Informationen über bestehende und künftig verfügbare Netzanschlusskapazitäten sowie über geplante Netzausbauprojekte und deren Kosten. Die IG Windkraft fordert daher eine technologiespezifische Ausweisung der verfügbaren Anschlusskapazitäten für Windenergie sowie eine transparentere Darstellung der Investitionskosten in den Netzentwicklungsplänen. 

Darüber hinaus fordert die IG Windkraft, Flexibilitäten und Energiespeicher künftig stärker in die Netzplanung einzubeziehen. Batteriespeicher und Hybridanlagen können einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der Netze leisten und sollten daher nicht ausschließlich als zusätzliche Netzlast betrachtet werden. Ebenso braucht es eine frühzeitige Ausweisung systemdienlicher Standorte und eine konsequente Nutzung flexibler Netzanschlüsse. 

Um den Netzausbau effizient und volkswirtschaftlich sinnvoll umzusetzen, spricht sich die IG Windkraft außerdem für einen strukturierten Stakeholderprozess zwischen Netzbetreibern, Raumplanung und Windbranche aus. Nur durch eine enge Verzahnung von Netz- und Raumplanung können die Voraussetzungen geschaffen werden, damit der Ausbau der Windenergie nicht am fehlenden Netz scheitert.