Windrad-Counter Austria: 1451 Windräder | 4028 MW | 2.65 Mio Haushalte versorgt | 7.012 GWh gestern produziert

Pressemeldung

IG Windkraft: Erneute Nacht-und-Nebel-Aktion setzt Verunsicherung für leistbare und sichere Energieversorgung fort

23.12.2025

Mag.(FH) Gerhard Maier
Presse

Das erst kürzlich beschlossene ElWG ist noch nicht einmal in Kraft, nun soll die sogenannte Marktprämienverordnung in Begutachtung gehen. Durch das ElWG wurden jedoch massive Veränderungen beschlossen, die darin noch keine Beachtung finden: Die Verordnung ist also bereits veraltet, bevor sie veröffentlicht wird. Das schafft für die Erneuerbaren-Branche und das Förder-System für Energie-Unabhängigkeit und regionale Wertschöpfung maximale Unsicherheit und Weihnachts-Unfrieden. Begleitet wird das Werk von mehreren hundert Seiten an veralteten Gutachten, die in der Nacht-und-Nebel-Aktion wohl untergehen sollen. 

Wien, am 23.12.2025 Da das ElWG zunächst noch sehr unsicher war und damit viele Grundlagen für die Festlegung der Erneuerbaren-Förderung, wurde bereits im Herbst in einer Vierparteieneinigung und einer Novelle des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes beschlossen, Klarheit für das nächste Jahr zu schaffen: klare Auktionstermine und Rahmenbedingungen. „Es herrschte im Grunde Planungssicherheit für den weiteren Ausbau und die Projekte, jetzt verursacht man erneut maximale Verunsicherung. Die Änderungen, die das beschlossene, aber noch nicht in Kraft getretene ElWG bringt, finden sich in der Begutachtung noch nicht wieder. Die Rahmenbedingungen ändern sich also voraussichtlich drei Mal innerhalb weniger Monate. Diese Unsicherheit wird ohne Not geschaffen und ist unverständlich. Österreich braucht Stabilität und Verlässlichkeit. Ebenso die saubere, sichere und heimische Energieerzeugung. Das ist auch unser dringender Appell an die Regierung: Arbeiten wir zusammen an einer guten heimischen Energieversorgung für Österreich, nicht gegeneinander”, so IG Windkraft-Geschäftsführer Florian Maringer. 

Kein fachlicher Austausch & fragwürdige Grundlage

Trotz erheblicher Bedenken von Seiten vieler Energieexpert:innen gab es auch dazu bislang keinen fachlichen Austausch. „Wir ersuchen die Regierung mit großem Nachdruck um mehr Sorgfalt und darum, den Kurs künftig in ein maßvolleres Vorgehen zu lenken“, betont Maringer und erklärt: „Momentan sieht es nicht danach aus: Trotz einhelliger Kritik an der Notwendigkeit der Verordnung selbst und den dafür vorhandenen Grundlagen, scheint man das jetzt ohne großes Echo rund um die Feiertage durchpeitschen zu wollen. Einmal mehr ändern sich die Rahmenbedingungen auf fachlich fragwürdiger Grundlage – die sich im neuen Jahr dann erst recht noch einmal ändern müssen. Wir stehen bereit und betonen erneut den Willen an der gemeinsamen Arbeit.“

Handlungsdruck lässt Volumina voll ausschöpfen

Die Ausschreibe-Volumina wurden im Jahr 2025 ausgeschöpft wie nie zuvor. Das liegt nicht zuletzt an der enormen Unsicherheit ob erratischer Änderungen und unsicherer Rahmenbedingungen. Diese Unsicherheit treibt vor allem Kosten und setzt Menschen und heimische Unternehmen unnötig unter Druck. 

Die Kraft der Regionen braucht klare Regeln

Regionale Betriebe, die bereit stehen einen enormen Beitrag für Österreichs Versorgungssicherheit und Energie-Unabhängigkeit mit heimischer Energie zu leisten, brauchen Investitions- und Planungssicherheit. 214 Windräder bzw. 1.200 MW an Energie-Leistung sind aktuell in vielen Regionen des Landes fertig genehmigt. Das entspräche der Versorgung von 925.000 Haushalten (3,2 TWh Strom) oder dem gesamten Stromverbrauch Vorarlbergs. Das ist ein sofortiger konkreter Beitrag, um den kommenden, von der EU-beschlossenen Ausstieg aus russischem Gas abzufedern. Der Befreiungsschlag für echte Energie-Unabhängigkeit aus dem Inland gegen den nächsten Gaswinter – mit vielen Vorteilen für Österreichs Regionen darf nicht verschleppt werden.