Jubiläum im Windpark Sternwald

OÖ Landespolitik kann vom Vorzeigeprojekt in Vorderweißenbach lernen

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Vorderweißenbach, am 13.9.2021: 40 Mio. Kilowattstunden erzeugen die Windräder im Windpark Sternwald jährlich und versorgen damit beinahe zur Gänze Vorderweißenbach mit erneuerbarer Energie. „Damit auch Oberösterreich soweit kommt, bedarf es einer energiepolitischen Kehrtwende, denn derzeit liegt der Anteil fossiler Energien an der Stromproduktion in OÖ noch bei 25 %“, fordert Ursula Nährer, stv. Geschäftsführerin der IG Windkraft: „Das Bundesziel, die Stromversorgung bis 2030 zu 100 % auf erneuerbare Energien umzustellen, bedeutet auch eine Verantwortung für Oberösterreich. 90 Windräder könnten hier bis 2030 neu errichtet werden und eine Milliarde kWh sauberen Strom für das Industriebundesland Oberösterreich erzeugen.“

Am Sonntag wurde in Vorderweißenbach die Produktion der 500-millionsten kWh sauberen Windstroms gefeiert. Darüber hinaus ist die erste Erweiterung des Windparks bereits 15 Jahre alt und die letzte feiert ihr 5-jähriges Jubiläum.
Das erste Windrad in Vorderweißenbach wurde 2003 errichtet. Damals war dieser Windpark der erste Windpark im Wald, österreichweit ein Pionierprojekt. Alle Windräder im Windpark Sternwald erzeugen beinahe 90 Prozent des gesamten Energieverbrauchs von Vorderweißenbach. „Als flächengrößte Gemeinde im Bezirk Urfahr-Umgebung zeigt Vorderweißenbach damit vor, was jede Gemeinde in Österreich machen sollte“, so Andreas Reichl, Geschäftsführer des Windparks Sternwald.

Windkraft und Landschaftsbild

Der Windpark in Vorderweißenbach wird von der regionalen Bevölkerung beinahe geschlossen unterstützt. Bei der letzten Erweiterung des Windparks waren mehr als 90 Prozent dafür, beim Genehmigungsverfahren gab es keine Einwände.
Aber auch die Urlauber*innen der Region sind vom Windpark begeistert. Immer wieder werden Besucher*innen in den Windpark geführt. Mittlerweile haben so 35.000 Menschen den Windpark aus nächster Nähe kennengelernt. „Vor 20 Jahren hätten wir auch nicht erwartet, dass sich Windräder so gut ins Landschaftsbild einfügen können und der Windpark zu einem Wahrzeichen in der Region werden kann“, erzählt David Köck, Vizebürgermeister von Vorderweißenbach: „Mittlerweile ist es so, dass die Urlauber und Urlauberinnen in den Windpark fahren und Fotos machen.“

Kehrtwende für die Energiepolitik in OÖ

Die Klima- und Energiebilanz in Oberösterreich ist alles andere als positiv. Der Treibhausgasausstoß ist auf demselben Niveau wie 1990, während alle EU-Länder diesen im Durchschnitt um 23 Prozent senken konnten. Der Energieverbrauch ist in den letzten 30 Jahren um 50 Prozent gestiegen. Während Oberösterreich vor 20 Jahren noch viel Strom (1,6 Mrd. kWh) ins Ausland exportierte, müssen nun deutlich größere Strommengen (2,4 Mrd. kWh) importiert werden. „Auch die oberösterreichische Landespolitik muss sich der Klimakrise stellen und die Windenergie forcieren“, fordert Nährer: „Der Windkraft-Ausbau zahlt sich wirtschaftlich aus. Mit den neuen Zielsetzungen der EU wird es in Zukunft für den Wirtschaftsstandort entscheidend sein, ob sich eine Region mit erneuerbaren Energien versorgen kann. Gerade für Oberösterreich als Industriebundesland ist dies von besonderer Bedeutung.“

90 Windräder für Oberösterreich

Die Windenergie könnte bis 2030 mit 90 Windrädern rund 1 Mrd. kWh erneuerbaren Strom bereitstellen und damit rund 100.000 Haushalte, 100.000 Wärmepumpen und zusätzlich 100.000 Elektrofahrzeuge in Oberösterreich mit sauberem Windstrom versorgen. Eine aktuelle Meinungsumfrage belegt die hohe Zustimmung der Bevölkerung Oberösterreichs zu diesem Ausbau. Jetzt ist die Politik gefordert, das zu ermöglichen.

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Mag. Martin Jaksch-Fliegenschnee, IG Windkraft, Tel. +43 660 20 50 755

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