Salzburger Firmen sind bei Windkraft am Meer vorne mit dabei

Starker Rückgang bei Offshore-Windkraft 2020

Bild: © Palfinger Marine GmbHBild: © Palfinger Marine GmbH

St. Pölten, am 10.2.2021: Letztes Jahr ging der Ausbau von Windkraftanalgen am Meer um 29 Prozent zurück. Als Silberstreif am Horizont können da nur die abgeschlossenen Finanzierungen für die kommenden Jahre gesehen werden. Diese haben 2020 mit 26,3 Mrd. Euro ein Rekordniveau erreicht. Dies ist auch unbedingt nötig, denn der Ausbau der Offshore-Windkraft muss sich bis Mitte des Jahrzehnts vervierfachen, wenn die EU-Ziele eingehalten werden sollen, berichtet Giles Dickson vom europäischen Windverband WindEurope. „Das würde auch der österreichischen Zulieferbranche einen enormen Schub bringen“, berichtet Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: „Salzburger Firmen sind in der Offshore-Branche stark engagiert.“

2020 war für den Windkraftausbau am Meer kein gutes Jahr. Mit 356 Offshore-Windrädern konnten letztes Jahr um 29 Prozent weniger Windräder aufgestellt werden als noch 2019. Dabei wurde der Windkraftausbau am Meer durch die Corona-Pandemie kaum beeinträchtigt.
Andererseits war das Jahr 2020 ein Rekordjahr, was die Finanzierungsabschlüsse betrifft. Mit 26,3 Mrd. Euro wurde noch nie so viel Geld in die Offshore-Windbranche investiert wie im vergangenen Jahr. Diese Steigerung ist auch unbedingt nötig, will man die EU-Ziele von 300.000 MW Offshore-Windkraftleistung im Jahr 2050 erreichen. Dafür müsste sich der jährliche Windkraftausbau auf 11.000 MW beinahe vervierfachen. „Lasst uns die Schwundkraft nutzen, um das volle Potential der Offshore-Windkraft ausschöpfen zu können“, fordert Giles Dickson, Geschäftsführer vom europäischen Windkraftverband WindEurope und weist dabei auf die nötigen Änderungen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen hin, um dies auch möglich zu machen.

Salzburg am Meer

© Palfinger
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Am Ausbau der Windkraft am Meer sind auch einige Salzburger Zulieferbetriebe ganz vorne mit dabei. So ist das Unternehmen PALFINGER seit Jahren im Offshore-Windgeschäft tätig und gehört dabei zu den führenden Kranlieferanten. Nicht nur das größte schottische Offshore-Projekt, das im Vollausbau Strom für mehr als 1 Million Haushalte liefern soll, sondern auch das erste französische Offshore-Projekt wird mit Kranen von PALFINGER ausgestattet. "Das Offshore-Windpark-Projekt Fécamp bot eine Chance, die wir uns nicht entgehen lassen konnten. Dieses Projekt hat PALFINGER die Tür zum französischen Offshore-Windmarkt geöffnet und stärkt unsere Präsenz in der europäischen Offshore-Windindustrie erheblich", betont Nikolaj Bæk Rosenkrantz, PALFINGER Sales Manager - Wind.

© Geislinger
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Nicht wegzudenken aus der Offshore-Windkraftbranche ist auch die Firma Geislinger. „Der Windkraft-Sektor ist ein wichtiges strategisches Geschäftsfeld für Geislinger“, erklärt Torsten Philipp, Geschäftsführer von Geislinger. Geislinger produziert Kupplungen für die größten Windräder der Welt. Ein Viertel aller im Jahr 2020 errichteten europäischen Offshore-Windräder und mehr als ein Drittel aller in Bau befindlichen europäischen Windräder am Meer haben eine Kupplung von Geislinger eingebaut. Bis Ende 2020 wurden Kupplungen für Windparks mit einer Gesamtleistung von 4.700 MW installiert. Allein für das Jahr 2021 liegen Aufträge mit einer Gesamtleistung von knapp 1.500 MW vor.
„Daher sollte die österreichische Politik die Unterstützung der erneuerbaren Energien im Forschungsbereich weiterführen, die Ausbildungsplätze von technischen Berufen für erneuerbare Energien deutlich steigern und sich darüber hinaus in Europa auch für den Offshore-Windkraftausbau einsetzen“, bemerkt Moidl.

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Rückfragehinweis

Mag. Martin Jaksch-Fliegenschnee, IG Windkraft, Tel. +43 660 20 50 755