5. Warum wir die Windkraft ausbauen sollen

Die Windenergie ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines zukunftsfähigen Energiesystems, deswegen muss das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz ein funktionierendes Anreizsystem festlegen und die zur Zielerreichung erforderlichen Mittel sind bereitzustellen. Das zahlt sich aus:

1. Windkraft als Turbo für die heimische Wirtschaft

© Adobe Stock/ Christian Schwier
 © Adobe Stock/ Christian Schwier

Seit Inkrafttreten des Ökostromgesetzes 2012 wurden 3,3 Mrd. Euro in den Windkraftausbau investiert, im
Jahresschnitt jeweils rund 415 Mio. Euro. Rund 4.100 Personen arbeiten in Österreich in der Windbranche. Damit
dieses Niveau in Zukunft nicht deutlich absinkt, brauchen wir eine Neuregelung der Ökostromförderung. Dadurch
würden Investitionen in der Höhe von 6,8 Milliarden Euro ermöglicht. Mehr als 30.000 Personen wären am Aufbau
der Windkraftwerke in den nächsten Jahren beschäftigt und 2.700 Personen könnten einen Dauerarbeitsplatz für die
Wartung und den Betrieb der Windräder finden.

2. Wirksamer Beitrag zur CO2-Reduktion: Windenergie als Klimaschutzprogramm

Ein einziges modernes Windrad spart so viel CO2 ein, wie 3.300 Autos ausstoßen. Schon heute sparen unsere Windräder 3,9 Millionen Tonnen CO2 ein. Das ist so viel, wie ein Drittel aller österreichischen Autos ausstoßen.

3. Windkraft kann ein Viertel des Stromverbrauchs decken

Ressourcenknappheit und Versorgungssicherheit zwingen uns zu einem Ausbau der Erneuerbaren. Die Windkraft muss für die Erreichung der Zielsetzung des Regierungsprogrammes bis 2030 von derzeit 3.160 MW auf über 7.000 Megawatt Leistung um ausgebaut werden und kann dann ein Viertel des heimischen Verbrauchs decken. Dafür benötigen wir jedes Jahr einen Ausbau von rund 120 Windrädern mit insgesamt 500 MW Leistung, welche jährlich 1,2 TWh (Mrd. kWh) sauberen Windkraftstrom erzeugen können.

4. Windstrom verdrängt Stromimporte und ermöglicht heimische Wertschöpfung

Vor 15 Jahren war Österreich noch ein Stromexporteur. Die Nettostromimporte betragen inzwischen rund 15 % des
Stromverbrauchs. De facto werden somit nicht unerhebliche Mengen unseres Verbrauchs mit tschechischem und
deutschem Kohle- und Atomstrom gedeckt. Laut ÖSG 2012 sollte Österreich im Jahr 2015 bilanziell atomstromfrei
sein, dieses Ziel wurde weit verfehlt und ist auch 2020 nicht in Griffweite. Jede Kilowattstunde Strom, die
importiert wird, reduziert mögliche Wertschöpfung im eigenen Land und fördert Atom- und Kohlekraftwerke
im Ausland. Jede in Österreich produzierte Kilowattstunde Strom bringt Wertschöpfung, Arbeitsplätze und
Klimaschutz bei uns.

5. Erneuerbare Energien beseitigen Fluchtursachen

Der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien und der Ersatz fossiler Energieerzeugung tragen wesentlich zur
Beseitigung und Milderung jener Probleme bei, welche weltweit Millionen Menschen zur Flucht zwingen.
Die meisten aktuellen Kriege hängen direkt oder indirekt mit fossilen Energien zusammen und werden aus
diesen Erlösen finanziert. Auch Österreich trägt mit seinen Ausgaben für Energieimporte (12,4 Mrd. € im Jahr 2019)
wesentlich zu diesen unheilvollen Zusammenhängen bei.

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• 201908 Technische Universität Bergakademie Freiberg- Sopp: "Wirtschaftlichkeit von Investitionen im Vergleich Österreich und Deutschland download
• 20190805 Zusammenfassung: Wirtschaftlichkeit von Investitionen im Vergleich Österreich und Deutschland download

Link zur Website Windfakten mit den Zahlen zu Wirtschaftsfaktor Windkraft und Klimaschutzbeitrag Windkraft

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