88 % spüren den Klimawandel in Österreich

IPPC Sonderbericht bestätigt weltweiten Temperaturanstieg an Landflächen um 1,53 Grad

In einer aktuellen, vom Linzer Institut für statistische Analysen Jaksch und Partner durchgeführten Umfrage wurde gefragt: „Glauben Sie, dass sich der Klimawandel in den nächsten Jahren auf ihre Region auswirken wird?“ 53 % der befragten Österreicherinnen und Österreicher meinen, dass ihre Region bereits betroffen ist. Weitere 35 % gehen davon aus, dass das schon in den nächsten Jahren der Fall sein wird. Dass dieser subjektive Eindruck nicht täuscht, belegen die aktuellen Ergebnisse des IPPC-Sonderberichts.

Der Klimawandel ist in Österreich angekommen: in der Landwirtschaft, in der Forstwirtschaft, in der Wissenschaft und vor allem in der Bevölkerung Bauern und Forstwirte klagen über extreme Trockenheit und Ernteausfälle. Die Zahlen der aktuellen Umfrage haben besonderes Gewicht, da der Umfang mit 1.800 Befragten österreichweit sehr groß war. Klar hervor hebt sich das Gesamtbild, wenn es um die Auswirkungen des Klimawandels geht. 5 von 10 Menschen in Österreich meinen dass ihre Region bereits vom Klimawandel betroffen sei. Weitere 4 gehen davon aus, dass das schon in den nächsten Jahren der Fall sein wird. Der aktuell präsentierte IPPC Sonderbericht belegt diesen subjektiven Eindruck der österreichischen Bevölkerung.

Weltweiter Temperaturanstieg an Landflächen um 1,53 Grad

Der weltweite Temperaturanstieg über den Landflächen der Erde hat laut aktuellem IPCC Sonderbericht bereits 1,53 Grad erreicht. Berücksichtigt man die sich langsamer erwärmenden Meeresflächen, ist die globale Temperatur seit der vorindustriellen Zeit bereits um knapp 0,9 Grad gestiegen. Experten weisen darauf hin, dass die Herausforderungen für Landsysteme noch größer sind als angenommen, da die Erderwärmung an Land viel größer als im weltweiten Durchschnitt sei. „Der IPPC Sonderbericht und die Ergebnisse der aktuellen Umfrage sollte der österreichischen Energie- und Klimapolitik zu denken geben“, so Stefan Moidl von der IG Windkraft.

Bevölkerung will grünes Licht für den Bau von Ökostromkraftwerken

In Österreich gibt es eine enorme Anzahl bereits fertig genehmigter Kraftwerke der Erneuerbaren – darunter rund 176 Windkraftanlagen mit rund 600 MW – die darauf warten, errichtet zu werden. Es fehlt dafür aber grünes Licht seitens der Politik. 82 % der Befragten fordern die Politik auf den Bau dieser Kraftwerke noch vor 2020 zu ermöglichen. Ein erster Schritt sind zwar die Initiativanträge der SPÖ und ÖVP, die im Juni ins Parlament eingebracht wurden. Beide Anträge haben das Ziel den genehmigten Ökostromkraftwerken die Errichtung zu ermöglichen. „Es gibt überhaupt keinen Grund die Entscheidung auf die lange Bank zu schieben. Das Ökostromgesetz darf nicht für einen Kleinkrieg im Wahlkampf missbraucht werden“, so Moidl und fordert die Abgeordneten auf, mit einem Beschluss bei einer Sondersitzung, den Bau dieser baureifen Windkraftanlagen sofort in Gang zu bringen. „Das ist aktiver Klimaschutz. Wir brauchen für den Klimaschutz einen raschen nationalen Schulterschluss aller Parlamentsparteien, damit die Ökostromnovelle mit Zweidrittelmehrheit noch im Sommer beschlossen werden kann. Sonst verstreicht wertvolle Zeit,“ so Moidl abschließend.

Rückfragehinweis

Mag. Stefan Moidl
Mobil: +43 676 3707820
s.moidl@igwindkraft.at


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