Steirischer Windkraftausbau wird auf niedrigem Niveau fortgesetzt

2019 ist für die Windkraft ein Entscheidungsjahr

Der Ausbau der Windkraft in der Steiermark konnte im letzten Jahr auf niedrigem Niveau fortgesetzt werden. Aktuell erzeugen 97 Windräder mit 237 MW Leistung sauberen ökologischen Strom. Bis 2030 wurden in der „Klima- und Energiestrategie Steiermark 2030“ 1.000 MW Windkraftleistung als Ziel festgelegt. Derzeit wird das steirischen Sachprogramm Windenergie überarbeitet in dem die neuen Flächen für den kommenden Ausbau festgelegt werden. „Die Steiermark hat ein enormes Windenergiepotential“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. „Gerade die Steiermark wird vom weiteren Ausbau stark profitieren.“

Bild: © IG WindkraftBild: © IG Windkraft

10 neue Windkraftwerke mit einer Leistung von 33 MW wurden 2018 in der Steiermark errichtet, 13 Windräder wurden abgebaut, da sie durch moderne Anlagen ersetzt wurden. Das erste Mal in der Windkraftgeschichte in Österreich wurde damit die Anlagenanzahl in einem Bundesland reduziert. Durch die technische Entwicklung der Windräder konnte dennoch die installierte Leistung um 10 MW und die Stromproduktion deutlich gesteigert werden.

Repowering im Tauernwindpark

Weniger Windräder, höhere Stromproduktion. Mit diesem Ziel wurden letztes Jahr in Österreichs höchstgelegenstem Windpark, dem Tauernwindpark Oberzeiring, 13 alte Windkraftanlagen durch 9 neue, leistungsstärkere Vestas V112 ersetzt. „Die rasante Entwicklung der Anlagentechnik macht es möglich, dass mit weniger Anlagen der Stromertrag des Windparks sogar um 50 % gesteigert werden konnte“, freut sich Moidl.

Steiermark verfügt über großes Windenergiepotenzial

Nutzung der Windkraft ist in vier Bezirken konzentriert, nämlich Weiz, Bruck-Mürzzuschlag, Deutschlandsberg und Murtal. Im Jänner letzten Jahres wurde im steirischen Landtag die „Klima- und Energiestrategie Steiermark 2030“ beschlossen. Bis 2030 sollen demnach 1.000 MW Windkraftleistung in der Steiermark erreichtet sein. Derzeit wird das steirische Sachprogramm Windenergie überarbeitet, und damit die Flächen für den weiteren Windkraftausbau in der Steiermark festlegt. „Das steirische Windkraftpotential ist sehr groß, daher sind hier die Perspektiven und Hoffnungen sehr hoch“, erklärt Moidl: „Verfügt die Steiermark nach Niederösterreich über das zweitgrößte Windenergiepotenzial von ganz Österreich.“ Das Jahr 2019 ist auch über die Steiermark hinaus, durch die Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen mit dem „Erneuerbaren Ausbau Gesetz“, ein Entscheidungsjahr für die Windbranche.

Erneuerbaren Ausbau Gesetz mit Funktionsgarantie

Ende 2018 hat die Bundesregierung Eckpunkte für ein „Erneuerbaren Ausbau Gesetz“ vorgestellt. Doch bis aus diesen Eckpunkten ein funktionstüchtiges Förderregime wird, ist noch viel zu tun. „Wichtig ist, die Förderhöhe administrativ festzulegen und auf ein marktwirtschaftliches Fördersystem mit variablen Marktprämien umzustellen. Dies ist ein zentraler Punkt“, bekräftigt Moidl. „Die Windbranche ist bereit, Windstrom am Strommarkt zu verkaufen. Dies kann aber nur gelingen, wenn auch der Strommarkt aktiv dafür gestaltet wird.“ Das Fördersystem muss auch auf unterschiedliche Standorte eingehen und dafür angepasst sein um einen Ausbau in den verschiedenen Regionen Österreichs zu ermöglichen. „Die Energiewende braucht das Engagement der Bundesregierung und der Bundesländer. Besonders auch das der Steiermark“, so Moidl abschließend.

Rückfragehinweis

Martin Jaksch-Fliegenschnee, Mobil: +43 (0)660/20 50 755, m.fliegenschnee@igwindkraft.at

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