Ökologischer Schuldenberg wächst

Das Ressourcenguthaben für 2017 ist verbraucht: Ab jetzt leben wir auf „Öko-Pump“

© http://www.overshootday.org
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Das Jahr 2017 hat noch 151 Tage und bereits jetzt sind die Ressourcen, die pro Jahr erneuert werden können aufgebraucht. Für den Rest des Jahres machen wir ökologische Schulden und vernichten die stillen Reserven der Erde. Umweltorganisationen und auch die IG Windkraft rufen anlässlich des Erdüberlastungstages (Earth Overshoot Day) am 2. August zu einem effizienteren und nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen auf.

Die Überbeanspruchung des Planeten zeigt sich schon heute in geplünderten Meeren, vernichteten Urwäldern, kaputten Böden, schwindender Biodiversität und allen voran im Anstieg des CO2 in der Atmosphäre. Dies ist der Beginn eines gefährlichen Teufelskreises, da der Klimawandel selbst wiederum Boden, Wälder, Meere und Artenvielfalt gefährdet. Verschärfung bestehender Ungerechtigkeiten, Ressourcenkonflikte, Naturkatastrophen, Hunger und Kriege sind die Folge davon.

Erdüberlastungstag immer früher

Ein weiterer Grund zur Sorge ist der Zeitpunkt des Erdüberlastungstages. Während er im Jahr 2000 noch am 1. Oktober stattfand, sind wir nunmehr bereits am 2. August am Ende unserer natürlichen Ressourcen. Sechs Tage früher noch als 2016. Besonders besorgniserregend: Die Menschheit verbraucht schon seit 30 Jahren mehr Ressourcen, als nachhaltig vorhanden sind und lebt auf Kosten der nächsten Generationen.

Entschlossenes Handeln der österreichischen Politik gefordert

„Der ökologische Fußabdruck Österreichs hat sich in den letzten zehn Jahren de fakto nicht verkleinert. Der Erdüberlastungstag zeigt, dass wir längst nicht mehr innerhalb der natürlichen Grenzen unseres Planeten leben und das darf von der Politik nicht länger ignoriert werden", warnt Stefan Moidl von der IG Windkraft. „Die Klimaverhandlungen in Paris sind ein Schritt in die richtige Richtung. Nun müssen den Worten Taten folgen um diese Ziele auch zu erreichen.“ Die Windenergie nimmt hier eine Schlüsselposition ein. Allein im Jahr 2017 wurden durch die Nutzung der Windkraft in Österreich mehr als 3,7 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Das ist ungefähr so viel CO2, wie 1,6 Millionen Autos ausstoßen, das sind 35% aller Autos Österreichs.

Mehr erneuerbare Energien

Neben Ressourcen- und Energieeinsparung sind die erneuerbaren Energien erstes Mittel der Wahl, wenn es um den Klimaschutz geht. Lösungen werden bereits global umgesetzt. Mehr Investitionen laufen weltweit mittlerweile in erneuerbaren Energien als in fossile Energieerzeugung.

Erforderlich ist aber nicht nur ein Umdenken in der Politik, sondern auch in der Art, wie wir wirtschaften und wie wir konsumieren. Jeder Einzelne kann sofort den ökologischen Fußabdruck reduzieren. Mit der App Mein Overshoot Day als gratis Download auf http://overshoot.footprint.at
Weitere Informationen online unter www.footprint.at oder www.overshootday.org

Rückfragehinweis

Katharina Hochecker
Mobil: +43/699 188 77 987
k.hochecker@igwindkraft.at

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