Land NÖ fordert erneut Abbau der Warteschlange für die Windkraft

Kleine Ökostromnovelle muss erster Schritt zu 100% erneuerbarer Stromversorgung sein

Gestern hat der NÖ Landtag zum wiederholten Male Änderungen bei der kleinen Ökostromnovelle gefordert. „Genauso wichtig für Niederösterreich wie der Erhalt der Biogasanlagen ist auch der Abbau der Warteschlange der genehmigten Windkraftprojekte“, bemerkt Landesrat Stephan Pernkopf und ergänzt: „Die kleine Ökostromnovelle muss zu einer höheren Ökostromproduktion in Österreich führen.“ Knapp drei Viertel der betroffenen Gemeinden sind aus Niederösterreich.

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Gestern hat der niederösterreichische Landtag erneut eine Resolution beschlossen und die Zielsetzungen des Regierungsabkommens der Bundesregierung nach „signifikanten zusätzlichen Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung“ eingefordert. „Die kleine Ökostromnovelle muss mehr Ökostrom bringen“, bemerkt Landesrat Stephan Pernkopf und ergänzt: „Damit muss der erste deutliche Schritt in Richtung 100%-ige erneuerbare Stromversorgung für Österreich beschritten werden.“

NÖ Windkraftprojekte überdurchschnittlich betroffen

Derzeit warten 260 genehmigte Windräder mit einer Leistung von 850 MW in der Warteschlange und können nicht gebaut werden. Knapp drei Viertel der betroffenen Gemeinden sind aus Niederösterreich. „In den letzten Jahren haben sich sehr viele Menschen in den Gemeinden für die Windkraftprojekte eingesetzt und das Land hat diese in aufwendigen Bewilligungsverfahren als gut befunden und genehmigt. Jetzt, wo alle Genehmigungen am Tisch liegen und die Bevölkerung hinter diesen Projekten steht, müssen diese Projekte auch eine zeitnahe Perspektive für die Umsetzung bekommen“, fordert Pernkopf.
Mit den 150 niederösterreichischen Windrädern, die in der Warteschlange hängen, könnten 775 Mio. Euro sofort investiert werden und 2800 Arbeitsplätze für die Errichtung der Windräder bringen. Weitere 280 neue Arbeitsplätze werden dann für den Betrieb und die Wartung der Anlagen benötigt. 150 neue Windräder würde überdies zusätzlich 10% der niederösterreichischen Stromversorgung decken können und so viel CO2 einsparen wie 300.000 Autos ausstoßen. „Der Abbau der Warteschlange der genehmigten Windkraftprojekte wäre ein starkes Klimaschutz- und Wirtschaftsimpulsprogramm“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

In Ostösterreich fehlen noch 31% Ökostrom

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„Der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien ist insofern gerade im Stromsektor wichtig, da nach wie vor in Ostösterreich ein Drittel der Stromversorgung durch Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke abgedeckt wird“, erklärt Moidl. Obwohl das Burgenland mehr Windstrom erzeugt als es verbraucht und Niederösterreich bereits 100% erneuerbare Stromversorgung erreicht hat, besteht die Stromversorgung durch erneuerbare Energien in der Ostregion mit Wien in Summe nur bei 69%.
„Wir müssen den Auftrag des Pariser Klimaabkommens endlich ernstnehmen und entschiedene Schritte beginnen“, fordert Moidl abschließend.

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Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch
Mobil: +43 (0)699 1 88 77 855m.fliegenschnee@igwindkraft.at

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