Wirtschaftsfaktor Windenergie

Windkraft schafft heimische Wertschöpfung und Arbeitsplätze

Neue Studie zeigt die wirtschaftliche Bedeutung der Windenergie

Die gesamte Windbranche mit Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen bietet derzeit rund 3.300 Beschäftigten in Österreich einen Arbeitsplatz. Die heimischen Zulieferunternehmen zur Endfertigung von Windrädern sowie die Dienstleistungsunternehmen der Windbranche erwirtschafteten einen Umsatz von rund 500 Mio. Euro. Errechnet wurden auch die volkswirtschaftlichen Auswirkungen eines verstärkten Ausbaus der Windkraft bis 2020. Fazit: Nur geringe Förderkosten stehen der Schaffung von heimischer Wertschöpfung und Arbeitsplätzen sowie der Vermeidung von CO2-Zertifiktatskosten gegenüber.

Obwohl es in Österreich nur einen Produktionsstandort eines Herstellers von Windkraftanlagen gibt (den Hersteller Leitwind in Telfs), stellt die Windkraft einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar: Die gesamte Windbranche mit Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen bietet rund 3.300 Beschäftigten einen Arbeitsplatz.

Die Errichtung von Windkraftanlagen in Österreich bringt eine hohe heimische Wertschöpfung, auch wenn die Anlagenhersteller, welche den österreichischen Markt bedienen, großteils aus Dänemark und Deutschland kommen. Viele österreichische Unternehmen sind als Zulieferer oder Dienstleister in die Versorgungskette der Anlagenproduktion eingebunden. Bekannte Vertreter dieser Branche sind auszugsweise die Firmen Leitwind (Anlagenhersteller), Bachmann (Steuerungen), Hexcel (Rotorblattmaterial), Elin (Generatoren), Windtec (Anlagenkonzepte) und Voestalpine (Stahl für Rohrtürme). Die österreichischen Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen erwirtschaften einen Umsatz von rund 500 Mio. Euro.

Ausbau der Windkraft bis 2020 bringt 2,8 Mrd. Euro an Investitionen

Berechnet wurden weiters die Effekte unterschiedlicher Windkraft-Ausbauszenarien bis 2020. Ein Ausbau nach dem Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energie (plus 1.570 MW) löst 2,8 Mrd. Euro an Investition und 36.500 Jahresarbeitsplätze (brutto) aus. Die Förderkosten sind im Vergleich dazu überschaubar. Für den aktuellen Windkraftbestand von rund 1.000 MW lagen die Förderkosten im Jahr 2010 für einen durchschnittlichen Haushalt bei rund 4,3 Euro pro Jahr. Bei einem Ausbau um 1.570 MW werden sich die Förderkosten je nach Entwicklung des Marktpreises für Strom zwischen 2,6 und 7,6 Euro pro Haushalt im Jahr 2020 bewegen. Durch die vermiedenen CO2-Emissionen von 3 Mio. t jährlich ergeben sich vermiedene CO2-Kosten von 70 Mio. Euro im Jahr 2020. "Damit werden die vermiedenen CO2-Kosten im Jahr 2020 voraussichtlich höher sein als die Förderkosten - das zeigt die positive Bilanz der Windkraft eindrucksvoll", so Moidl. Wird die Windkraft entsprechend einem verstärkten Ausbauszenario ausgebaut, könnten 4 Mrd. Euro an Investitionen ausgelöst werden und 51.000 Jahresarbeitsplätze (brutto) geschaffen werden.

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