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Windräder |
Von der Windmühle zum Windkraftwerk |
Letzte Änderung:
22.05.2013


Windräder zur Stromerzeugung
Das erste Windrad zur Stromerzeugung wurde 1891 in Dänemark aufgestellt.
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Früher konnte mit Windrädern kein Strom erzeugt werden. Der Einsatz der Windräder zur Stromerzeugung erforderte erst eine neue Erfindung. Werner von Siemens nannte 1867 seine Erfindung "das dynamoelektrische Prinzip". Dieses Prinzip sagt nichts anderes, als dass ein Magnet, der an Kabeln vorbei bewegt wird, in diesen einen Stromfluss hervorruft. Bis heute wird so der Strom in fast allen Kraftwerken erzeugt. Auch ein Fahrraddynamo funktioniert so. Erst nach dieser Erfindung war der Weg für die Stromproduktion durch Windräder offen.
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Der Däne Paul la Cour, auch als Vater der modernen Windkraftanlagen bezeichnet, beeinflusste maßgeblich die weitere Entwicklung der Windräder. Er stellte 1891 das erste Windrad zur Stromerzeugung auf und trieb den Bau von Windrädern in Dänemark stark voran. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden daher vor allem in Dänemark und den USA einige Windräder zur Stromerzeugung betrieben.
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Doch dann sank der Erdölpreis und die fossilen Brennstoffe wurden sehr billig. Kaum jemand interessierte sich noch für die Windenergie zur Stromerzeugung. Bis in den 50er Jahren auch das letzte Windrad zur Stromproduktion in Österreich abgeschalten wurde. Maschinen, die mit Kohle und Erdöl angetrieben wurden, hatten die Stromerzeugung übernommen.
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Alles neu wurde dann mit der Energiekrise der 70er-Jahre: zum ersten Mal haben die Menschen gespürt, dass es nicht endlos viel Erdöl gibt. Einige Länder, die das meiste Öl hatten, schlossen sich zusammen und sagten: Die ganze Welt will unser kostbares Öl, denn sonst funktioniert das moderne Leben nicht mehr weiter. Wir können uns also aussuchen, ob wir ihnen das Öl geben. Sie kriegen es nur, wenn wir das wollen. So wurde das Erdöl mit einem Schlag sauteuer.
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Also hat man begonnen, nachzudenken: wie können wir Energie anders erzeugen? In Dänemark zum Beispiel wollte die Regierung in Zukunft nur noch Atomkraftwerke bauen, um den Energiebedarf zu decken. Das hat viele Leute aufgerüttelt! Atomkraftwerke wollten sie keine haben. Da erinnerten sich einige einfallsreiche Köpfe an die alten Windräder. Und so begannen geschickte Bastler und Techniker in Dänemark, Windkraftanlagen zu bauen, die Strom erzeugen.
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Ein Tischler, er hieß Christian, dachte sich: "Die Politiker haben gesagt, sie bauen jetzt nur mehr Atomkraftwerke. Da kann ich eigentlich nichts tun dagegen. Aber für den Strom, den ich und meine Familie brauchen, dafür baue ich uns ein Windrad." Und so hat der dänische Tischler 1976 ein kleines Windrad gebaut, das er an die Stromleitung angeschlossen hat und mit dem er den Strombedarf seiner Familie gedeckt hat.
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Die Leute, die es gesehen haben, waren begeistert und so begann er auch für andere Windräder zu bauen. Immer mehr Leute wollten mit ihren "Windmühlen" ein Zeichen setzen. Ein Zeichen mit dem sie sagten: "Wir erzeugen unseren Strom selbst. Wir brauchen kein Erdöl und keine Atomkraft." Die Anlagen damals waren mini-klein, verglichen mit den Windrädern, die du heute in Österreich siehst. Der Rotor hatte rund 15 m Durchmesser. Die modernen Windräder haben einen Durchmesser von 90 Metern, also mehr als sechs mal so viel.
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