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   Home |  Windräder | Von der Windmühle zum Windkraftwerk |  Letzte Änderung: 22.05.2013

Die Geschichte der Windräder
Die Kraft des Windes wird von den Menschen schon seit langer Zeit genutzt. Die Blütezeit der Windräder in Europa war im 19. Jahrhundert. Damals drehten sich in Europa rund 200.000 Anlagen.
 

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Die frühen Windräder
Der Ausgangspunkt der Nutzung des Windes durch den Menschen ist nicht leicht festzustellen. Die zeitlichen Angaben über den Bau der ersten Windräder schwanken zwischen 6.000 vor und 700 nach Christi Geburt. Die ersten Windräder dürften zum Schöpfen von Wasser in Mesopotamien und Ägypten eingesetzt worden sein. Die ersten Windmühlen zum Mahlen von Getreide wurden im persisch-arabischen Raum um 500 nach Christi Geburt erbaut. Diese Windmühlen waren besonders geeignet für die Gegebenheiten in Persien, da dort starke Nordwestwinde mit bis zu 200 km/h vorherrschen. Noch heute kannst du in diesem Raum (z.B. in Afghanistan) die Ruinen solcher Windräder antreffen. Die schlechteren Windverhältnisse in Europa verhinderten die Ausbreitung dieser Windmühlen nach Westen.

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Aber nicht nur diese Tatsache bremste die rasche Ausbreitung der Windräder. Selbst als die Windräder und auch die Wasserräder erfunden waren, dauerte es lange Zeit, bis sie vermehrt zum Einsatz kamen. Denn zur Zeit der Hochkulturen der Ägypter, Griechen und Römer gab es noch viele Sklaven und viele Zugtiere. Die Sklaven und Zugtiere arbeiteten ohne Lohn und immer wenn ihre "Besitzer" das wollten. So mussten die Menschen keine Rücksicht auf die Launen des Windes oder auf zugefrorene Flüsse legen. Erst als die Zahl der Sklaven und Zugtiere zurückging, konnte die Bedeutung der Windräder stark zunehmen.

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Steinerne Turmwindmühlen im Mittelmeerraum
Im 10. Jahrhundert nach Christi Geburt entstanden im Mittelmeerraum steinerne Turmwindmühlen, die mit Segeltuch bespannte Flügelkreuze aufwiesen. Heute erinnern an diese Zeit zumeist nur mehr die Ruinen der Windmühlen oder Namen von Orten, wie zum Beispiel in Kreta der Pass der 30 Windmühlen.

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Die ersten Windmühlen in Nordeuropa
In Nordeuropa wurden die Windmühlen erst im 11. Jahrhundert durch Kreuzfahrer und Händler eingeführt. Ab dieser Zeit waren Windräder und Wasserräder die vorherrschende Technik. Heute noch heißen in englischer Sprache alle Fabriken "mills" also "Mühlen".

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Die Blütezeit
Die Mühlen gehörten ab dieser Zeit zum Bild einer Landschaft. Und so fanden die Windmühlen Anfang des 17. Jahrhunderts auch den Eingang in die Literatur mit den spanischen Windmühlen und Don Quijote. Auch Wilhelm Busch hatte Mitte des 19. Jahrhunderts (1861) eine Geschichte "Der Bauer und der Windmüller" verfasst.
Damals war in Europa die Blütezeit der Windräder. Auf engstem Raum standen in Amsterdam 500 Mühlen. In ganz Europa drehten sich rund 200.000 Anlagen. Weltweit waren sogar mehrere Millionen Windräder mit 130 Anwendungsbereichen in Betrieb. Windmühlen wurden zum Beispiel zum Mahlen, zum Pumpen, zum Bohren, zum Sägen, zum Schleifen, zum Hämmern, zum Pressen, zum Walken und zum Walzen eingesetzt.


Das große Mühlensterben
Anfang des 20. Jahrhunderts konnten die Windmühlen den Dampfmaschinen nichts mehr entgegensetzen und ein großes Mühlensterben setzte ein. Das Verschwinden der Windmühlen veränderte wiederum die Landschaft und so wurde in einer Mühlenzeitschrift 1913 ein Mann zitiert, der sich über das Mühlensterben wie folgt beklagte: "Es schwindet die Romantik immer mehr, die Gegend wird kahl." In seiner Gegend standen von einst 10 Windmühlen nur mehr vier.
Der Niedergang der Windmühlen wurde durch die Weltkriege noch einmal etwas aufgehalten. Aber schließlich wurde in Deutschland in den 50er Jahren der Beruf des Windmüllers per Gesetz gestrichen.


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Die neue Blütezeit der Windenergie
Der Wind wurde aber weiter genutzt, nicht mehr zum Mahlen von Mehl, sondern zur Stromerzeugung. Und so erleben wir heute, dass die Windenergie wieder eine neue Blütezeit erlebt.


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