17.4.2012 Windenergiekonferenz EWEA 2012 größer denn je
Kopenhagen, 17.4.2012. Auf der europäischen Windenergiekonferenz EWEA 2012 in Kopenhagen präsentierte der Europäische Windenergie-Verband EWEA einen brandaktuellen Bericht zum Wirtschaftsfaktor Windenergie. Demnach trug die Windbranche 2010 32 Mrd. Euro zum BIP in der EU bei und wuchs damit im Vergleich zum Jahr 2007 um stolze 33%. Im selben Zeitraum stiegen die Arbeitsplätze der Windbranche um 30% auf 240.000, obwohl sich im selben Zeitraum die Arbeitslosenzahlen im EU-Raum um 9,6% erhöhten. „Vom Wachstum der Windbranche profitiert auch die österreichische Zulieferindustrie“, freut sich Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: „Allein ein Drittel der österreichischen Windzulieferbranche erwirtschaftet ein Exportvolumen von weit mehr als 500 Mio. Euro.“
Das jährliche Leitevent der europäischen Windkraftbranche ist die Europäische Wind Energie Konferenz und Messe EWEA. In der jetzigen Konzeption wurde die Europäische Wind Energie Konferenz und Messe (damals noch mit Namen EWEC) das erste Mal 2001 ebenfalls in Kopenhagen veranstaltet. Mit mehr als 500 Ausstellern und knapp 9.000 BesucherInnen aus über 80 Ländern ist das Windevent heuer größer denn je.
EWEA präsentiert Windenergie Wirtschaftsreport „Green Growth“
„Die Windenergie ist eine krisensichere Branche. Sie trotzt der Rezession – durch Konjunkturwachstum, Schaffung von Arbeitsplätzen und jährlich steigende Exportzahlen. Im Gegensatz dazu kämpft die EU mit einer Wirtschaftskrise, die durch den gestiegenen Import von Brennstoffen zu höheren Kosten für den EU-Bürger nur noch verstärkt wird“, so EWEA-Präsident Arthouros Zervos. 2010 trug die Windbranche zum BIP in der EU 32 Mrd. Euro bei und wuchs damit im Vergleich zum Jahr 2007 um stolze 33%. Das Exportvolumen beträgt 5,7 Mrd. Euro. Im selben Zeitraum stiegen die Arbeitsplätze der Windbranche um 30% auf 240.000, obwohl sich im selben Zeitraum die Arbeitslosenzahlen im EU-Raum um 9,6% erhöhten. Bis 2020 werden die Windarbeitsplätze voraussichtlich auf 520.000 und bis 2030 sogar fast auf 800.000 ansteigen.
Österreichische Windkraftindustrie auf EWEA 2012 stark vertreten
Die österreichische Zulieferindustrie ist aus der europäischen Windbranche nicht mehr wegzudenken. Einige Firmen haben sich als Weltmarktführer in ihrer Sparte gut etabliert. „Mit Steuerungen für über 60.000 Großwindkraftanlagen weltweit hat Bachmann electronic einen Marktanteil von über 50%“, erklärte Gabriel Schwanzer, Director Marketing Sales and Automation von Bachmann electronic während eines Kamingesprächs vor österreichischen Journalisten in Kopenhagen. Soren Pedersen, Head of Business Development Wind bei Palfinger, berichtete von der Marktführerschaft im Bereich der Gondelkrane für Offshorewindräder: „Sehr viele Anlagen, die 2011 am Meer installiert wurden, sind mit Palfingerkränen ausgerüstet.“ Auch Leitwind, der einzige österreichische Hersteller von Großwindkraftanlagen, präsentiert sich heuer wieder auf der Messe: „Mit der auf der EWEA 2012 neu präsentierten 3 MW-Klasse kann Leitwind stärker auf die aktuellen Marktbedürfnisse eingehen“, berichtete Michaela Brugger, Head of Marketing von Leitwind, und ergänzte: „Mit unserem letztes Jahr ausgebauten Werk in Telfs in Tirol sind wir für ein weiteres starkes Wachstum gerüstet.“ Allein ein Drittel aller österreichischen Zulieferfirmen im Windenergiebereich exportiert jährlich Windradkomponenten im Wert von mehr als 500 Mio. Euro. „Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 25% liegt auch die österreichische Windbranche ganz im europäischen Trend“, freut sich Moidl und meint abschließend: „Um den Heimmarkt der Windenergie in Österreich als Basis für die Windbranche langfristig zu stabilisieren, bedarf es nun der Erlassung von adäquaten Einspeisetarifen auch auf Grundlage des neuen Ökostromgesetzes 2012.“
Rückfragehinweis:
Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch
Mobil: +43 (0)699 1 88 77 855,
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